#DiscoverBerlin – Thoughts on a Lunchbreak Stroll

Manchmal wirkt Berlin wie ausgestorben. Nicht wie die Hauptstadt Deutschlands. Sondern wie eine kleine, verschlafene Kleinstadt. Gerade mittags und manchmal sogar zu den Stoßzeiten. Wenn man nicht gerade am Alex ist und in einem Menschenbrei völlig willenlos irgendwo hintreibt. Im guten Fall zur U-bahn. Im schlechten zu den Alkoholikern oder Drogendealern in den dunklen Ecken. Aber ich drifte ab. Es geht um den Winter. Einer Jahreszeit, in der Berlin grau und trüb ist wie eine Tasse schwarzer Tee mit Milch. Eine Art lustloses Gemisch von hartnäckigen Touristen, die trotz der Jahreszeit gerne Berlin besuchen und Bewohnern Berlins, die gerne lieber woanders wären, den Winter aber aussitzen müssen. Wobei Winter ja noch eine schöne Umschreibung ist. Wo ist der Winter, wo ist der Schnee? Vielleicht ist der Winter in Berlin eher eine kalte Monsunzeit. Dazu passt dann auch dieses konstante Tröpfeln und die ständig feucht-kalte Luft. Gut, dass ich noch nicht so alt bin, diese Feuchtigkeit in den Knochen zu spüren. Trotzdem macht mir dieser Winter zu schaffen. Und diese riesige Nebelglocke, die ständig auf Berlin hockt wie eine Glucke und manchmal sogar die Dreistigkeit besitzt, dem Kopf des Fernsehturm zu verschlucken. Schließlich eines DER Wahrzeichen Berlins, das kann man nicht einfach verschwinden lassen. Einige Touristen könnten sich sonst verlaufen und nicht mehr wissen, in welcher Stadt sie sind. Und völlig panisch mit Reiseführern aus verschiedenen Ländern panisch durch die Gegend rennen auf der Suche nach ahnungslosen Berlinen. Eine Horrorvorstellung. Gut, dass mir das nicht passieren kann. Ich wirke wie wie ein Landei und bleibe daher unverschont. Noch mal Glück gehabt. Zurück zum Winter.

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Alle Leute um mich rum sagen zu mir: „Da musst du durch. Den Winter in Berlin muss man überstehen. Der Sommer wird schön und toll.“ Ich glaube, dass ich den Sommer in Berlin ganz toll finden werde. Ehrlich. Es gibt aber einige Dinge, vor denen ich mich jetzt schon fürchte. Das plötzliche und erschreckende Auftauchen einer Horde von Touristen, die jetzt WIRKLICH gerne in Berlin sind und grantigen Berlinern, die eigentlich immer noch lieber woanders wären, aber dann eben doch mal rausgehen. Und dass diese Menschenmasse sich dann genau auf DEN Plätzen breit macht, die ICH doch im kalten Winter auf meinen Spaziergängen entdeckt habe. Die ich mir hart, JA HART, erarbeitet habe und auf die ich mich jetzt schon freue. Der einzige Lichtblick durch die Wolkenglocke, die den nötigen Optimismus bringt, um den Winter zu überstehen und auf den Sommer zu hoffen.

Und noch eine Sache, vor der ich mich im Sommer fürchte. Von der ich bisher nur eine schwache Ahnung bekommen habe. Der rapide Anstieg der Hundehaufen auf den Straßen. Nicht auszudenken, wenn man da einmal… Nein, das gehört nicht hier hin. Die Berlin Hunde müssen sehr viel zu Fressen bekommen, denn die Zahl der Hundehaufen scheint um ein Vielfaches hoher als die Anzahl der wenigen Hunde zu sein, die ich dann und wann auf den Gehsteigen erspähe. Eine ganz schlechte Kombination zu leichten Sommersandalen. Aber egal, das fällt hier eh niemandem auf. In Berlin ist alles erlaubt, aber nichts muss. Da wundert sich keiner mehr über den anderen. Meistens, weil man nicht interessant genug ist, um zu existieren. Aber das ist genial, ganz im Ernst. Ich liebe das. Keine Sorge mehr darüber, ob man doch noch mal lieber seinen Pulli gewaschen hätte, ob die einzelnen Kleidungsteile denn zueinander passen, die Jogginghose angebracht ist oder nicht. Keine Angst vor abschätzenden Blicken wie in… naja München. Denn das Motto ist hier: „Ey egal, ich lebe in BERLIN!“ Keiner interessiert sich für dein Aussehen oder deine Markenklamotten. Okay, vielleicht in einigen Bezirken. Aber selbst da kann man sich mit der richtigen Attitüde Eindruck in Jogginghose verschaffen. Einfach so tun, als ob das TOTAL in wäre. Glaubt jeder. Auffallen tut man nur, wenn man ungünstig am Eingang der U-bahn steht und sich die Großstadtmenschen an einemnach draußen quetschen müssen und einem im besten Fall mit bösen Blicken und im schlechten Fall mit ihrer Berliner Schnauze vernichten. Ich bin voller Ehrfurcht über so viel unverfrorene Pampigkeit (die ja, wie man gerne list, eigentlich eine unterschwellige Herzlichkeit und Humor zum Ausdruck bringen soll). Fast schon eine Kunstform der Kommunikation, scheint mir. Während ich anfangs noch voller Furcht und Schock erstarrte, halte ich nun still und genieße. Und lerne natürlich wie ein fleißiger junger Jediritter, der sich irgendwann einmal seinem ersten großen Kampf stellen wird. Wie mein PC-Held Guybrush Threepwood aus Monkey Island, der sich am Ende einem unvorstellbaren und gigantischen Beleidigungsduell stellen muss, um sich endgültig als würdig zu erweisen.

Es gibt aber auf wirklich liebe Berliner, muss ihr hier anmerken. Freundlich und hilfsbereit. Das dachte ich zumindest solange, bis ich von einigen sehr erfahrenen Quellen erfuhr, dass in diesen Fällen erst besondere Vorsicht angebracht sei. Denn Berliner, die ohne Grund freundlich seien, gibt es angeblich nicht. Die würden einem dann eigentlich etwas Schlechtes wollen. Auch wenn man es selbst ums Verrecken nicht merke. Hmmm… Bislang weigere ich mich, mich dieser Meinung anzuschließen. Aber ich bin vorsichtig. Man weiß ja nie. Schließlich lebe ich in Berlin. Ey.

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Versöhnende Gedanken

Im Folgen ein sehr guter Artikel von Barbara Seiler (2007) bezüglich meines vorherigen Themas „Die Ungerechtigkeit der Krankheit, warum entscheidet Gott wer es verdient zu leben oder zu sterben?“, der mir von einem für mich sehr wichtigen Menschen als Antwort zugesendet wurde. DANKE dafür, er macht es einfacher, die schwierigen Tatsachen zu akzeptieren, warum uns nahestehende Menschen leiden müssen. Wobei mir vor allem der Gedanke gefällt. „Gott lässt Krankheiten zu, da Er selbst es ist, der Sich in menschliche Gestalt begibt, um eine Vielfalt von Erfahrungen zu erleben (…) Jede Seele, die sich auf der Erde inkarniert, erklärt sich vor ihrer Inkarnation einverstanden mit den Umständen ihres irdischen Lebens – wozu auch die Aspekte von Gesundheit und Krankheit gehören. Sie wählt die Umstände entsprechend der Entwicklungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben und die zu ihrer individuellen Situation passen.

Aber hier der Auszug aus dem Artikel:

„Wozu Krankheit genutzt werden kann

Warum gibt es Krankheiten, warum gibt es Leid? Oder, anders gefragt: wie kann es sein, dass ein allwissender, allmächtiger und allgütiger Gott Leid zulässt?

Die Frage ist womöglich falsch gestellt: nicht rückwärts gerichtet „warum trifft es mich, warum trifft es meine Lieben?“ sondern vorwärts gerichtet: Wozu ist Krankheit gut? Welche Entwicklung fördert sie, oder verlangt sie gar?

Die hier vorgeschlagene Antwort lautet: Jede Seele, die sich auf der Erde inkarniert, erklärt sich vor ihrer Inkarnation einverstanden mit den Umständen ihres irdischen Lebens – wozu auch die Aspekte von Gesundheit und Krankheit gehören. Sie wählt die Umstände entsprechend der Entwicklungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben und die zu ihrer individuellen Situation passen.

Die Situation des Menschen auf der Erde

Wir leben in einer Welt der Polaritäten. Es ist nur möglich, die Qualität „heiss“ zu erfahren, weil es auch die Qualität „kalt“ gibt; ohne diese Unterschiede wäre es nicht möglich, „Temperatur“ zu erfahren, es wäre alles gleich, nicht unterschieden, nicht wahrnehmbar. So ist es auch nur möglich, ein Konzept von „Gesundheit“ zu haben, da es als Kontrast dazu „Krankheit“ gibt. Und „Schmerz, Leid“ kann nur darum erfahren werden, weil es als Kontrast dazu „Wohlbefinden, Freude“ gibt. Alle Erfahrung bedingt, dass unterschiedliche Qualitäten wahrgenommen werden können, und folglich, dass es eine Differenzierung gibt.

Dies passt aber nur dann mit dem Konzept des allgütigen, allmächtigen und allwissenden Gottes zusammen, wenn man davon ausgeht, dass eine Seele diese Erfahrungen freiwillig macht, und sich vor der Geburt damit einverstanden erklärt.

Weiter bedingt es die Idee, dass eine Seele nicht erst mit der Schwangerschaft und Geburt entsteht, wie einige der grossen monotheistischen Religionen lehren (mit Ausnahme ihrer esoterischen Versionen, wie der Kabbalah), sondern dass die Seele schon vor ihrer Erfahrung als irdischer Mensch existiert und fähig ist, aus freiem Willen Entscheidungen zu treffen. Auf einer noch tieferen Ebene kommt man sogar zu der Aussage: eine Seele ist ein Aspekt Gottes, eine Facette Gottes, die sich selbst erfahren will – und sich deshalb in diese Welt der Illusion begibt, denn Erfahrung kann nur geschehen, wo es ein Gegenüber gibt, wo es ein Gefühl der Trennung gibt – was der Situation der Sünde im christlichen System von Begriffen entspricht.

Im kleineren Rahmen innerhalb des menschlichen Lebens sind wir vertraut mit der Idee, dass ein Mensch bewusst eine schwierige und anstrengende Zeit in Kauf nimmt, um eine bestimmte Erfahrung zu machen, oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen: Dazu gehören Dinge wie eine anspruchsvolle Ausbildung, in die man viel Zeit, Geld und Arbeit investieren muss; aber auch der Wunsch, Eltern zu werden, was nicht nur eine grosse Freude ist, sondern auch Übernächtigung, schmutzige Windeln und weniger persönliche Freiheit für die Eltern bedeutet.

Wenn eine Seele vor ihrer Geburt wählt, Krankheit zu erleben, so geht es um ähnliche Motive; jede Krankheit, aber auch Unfälle und körperliche und geistige Behinderungen, stellen einen Raum zur Verfügung, in dem ganz bestimmte Erfahrungen möglich sind, und die Anlass sein können, zu wachsen, zu lieben, und Mitgefühl zu entwickeln. Und jede Seele, die einen solchen Weg gewählt hat, verdient höchste Achtung und höchsten Respekt.

Zwei Arten von Krankheiten

Man kann zwei Arten von Krankheiten unterscheiden: die erste Sorte betrifft alle Krankheiten, die aus dem Verhalten entstehen.  Die zweite Sorte von Krankheiten sind jene, die wir mitbringen; es sind auch vor allem diese Krankheiten, die Gefühle von Hilflosigkeit und Wut auf Gott hinterlassen, vor allem wenn Kinder davon betroffen sind. Ist es denn fair, wenn ein zehnjähriger Junge an Krebs leidet, oder ein Baby mit Herzproblemen geboren wird, die aufwendige Operationen erfordern und ihm viele Erfahrungen verschließen, die anderen Kindern möglich sind? Hier kommt auch oft die Frage nach Gottes Güte auf, und nach dem Sinn des Mensch-Seins.

Es steht die Frage da: ist es eine Strafe Gottes? Und wenn ja, wofür wird dieses Kind, diese Familie bestraft? – nein, es ist keine Strafe. Es ist eine Erfahrung – eine sehr schwierige und schmerzhafte Erfahrung – die alle beteiligten Seelen gewählt haben, und womit sie sich einverstanden erklärten. Ego hat natürlich seine Probleme damit, klar; Seele aber nicht. Der göttliche Anteil in uns hat seine Gründe, genau diese Erfahrung zu wählen und auszuleben.

In den meisten Fällen sind diese beiden Ebenen, die Ebene dessen, was man mitbringt, und die Ebene dessen, was man durch Verhalten beeinflussen kann, nicht strikt getrennt. Es wird ja auch gemeinhin akzeptiert und angenommen, dass Menschen verschieden sind. Es gibt eben jene, die jeden Winter „ihre“ Grippe haben, und es gibt die andern, die nie an Grippe erkranken, auch wenn sie sich oft unter vergrippten Leuten bewegen und vom Virus regelrecht überschwemmt werden. Es gibt verschiedene Konstitutionen, und es wird als völlig normal betrachtet, dass den einen der Stress auf den Magen schlägt, den andern aber Kopfschmerzen verursacht, und den Dritten allergische Reaktionen manifestiert. Das sind zwar oft lästige Themen, aber sie sind selten lebensbedrohlich, und sie können in aller Regel auch in kurzer Zeit auskuriert werden, sodass die Gesundheit wieder hergestellt ist.

 

Wozu ist Krankheit gut?

Wie schon oben erwähnt, schafft Krankheit einen ganz bestimmten Erfahrungsraum. Das heißt: jede Krankheit schränkt den Körper oder die geistigen Fähigkeiten auf bestimmte Weisen ein, zwingt zur Ruhe oder zu einer bestimmten Verhaltensweise; je schwerer die Krankheit oder Behinderung ist, desto mehr definiert sie, was ein Mensch unbedingt tun muss, um weiter zu leben, aber auch, was nicht mehr getan werden kann, oder was zumindest deutlich schwerer fällt. Rüdiger Dahlke und Thorwald Dethlefsen haben in ihrem Buch „Krankheit als Weg“ viele Vorschläge gebracht, wie einzelne Krankheiten gedeutet werden können, und wie man damit umgehen kann.

Jede Krankheit hat eine bestimmte Sprache und somit auch eine Bedeutung und eine Botschaft – wer Ohren hat zu hören, der höre!

Wer von einer Erkältung eine verstopfte Nase hat, mag sich fragen, wovon habe ich die Nase voll? Wer Rückenschmerzen hat, mag sich fragen, woran trage ich so schwer? Wem der Bauch wehtut, mag fragen, was habe ich da geschluckt, was ich nicht verdauen kann? Krankheit fordert zu Ehrlichkeit auf, sie ist eine Aufforderung: sieh hin! Hier hast du noch etwas zu tun! – und tatsächlich ist es oft, wenn auch nicht immer so, dass eine Auseinandersetzung mit dem symbolischen Aspekt einer Krankheit dazu führt, dass die körperlichen Symptome gelindert werden oder gar ganz verschwinden.

Wenn eine Krankheit die Folge eines Fehlverhaltens ist, das über Jahre stattgefunden hat, geht die Sache schon deutlich tiefer; entsprechend sind auch die emotionalen Themen, die damit verbunden sind, schmerzhaft und schwer anzuschauen. Ganz extrem ist dies bei Essstörungen zu sehen, wo viele Menschen sehr starke körperliche Schmerzen und auch dauerhafte Schädigungen in Kauf nehmen, bloß um sich nicht mit ihren Emotionen auseinander setzen zu müssen; und auch jene, die diesen Schritt wagen und die Emotionen durcharbeiten, werden meist für den Rest ihres Lebens sehr bewusst mit Nahrung umgehen müssen.

Wenn es dann um Krankheiten geht, die man von Geburt her mitbekommen hat, ist es noch einmal anders, da geht es oft um Lebensaufgaben. Es geht dann nicht in erster Linie darum, die körperlichen Symptome zu beseitigen und gesund zu werden im Sinne „normale medizinische Werte“ – es geht eher darum, den Frieden mit sich selbst und der Welt zu schliessen, und die Krankheit als Wegweiser für die eigene Entwicklung zu nutzen. Ein Beispiel für diese Art von Krankheit ist der Schriftsteller Aldous Huxley, der vor allem durch seinen visionären Roman „schöne neue Welt“ bekannt geworden ist; er selbst litt an einem schweren Augenleiden, woran er fast erblindete. Er fand dann einen Lehrer, der ihm Augen- und Bewusstseinsübungen vermittelte, die die Blindheit abwendeten; das Resultat davon war eine Sehfähigkeit auf der körperlichen Ebene, die zwar nicht perfekt, aber doch annehmbar war – auf der anderen Seite aber sind ihm geistige „Augen“ gewachsen und eine sehr scharfe Sicht auf Gesellschaft und ihre mögliche Zukunft.

Fazit: Gott lässt Krankheiten zu, da Er selbst es ist, der Sich in menschliche Gestalt begibt, um eine Vielfalt von Erfahrungen zu erleben; Erfahrungen, die nur möglich sein können, da es Kontraste gibt, so wie der Kontrast von (relativ) krank und (relativ) gesund. Ebenfalls hat er dafür gesorgt, eine Notbremse einzubauen, es gibt eine Grenze des Leides: wo es zu viel wird, verlässt die Seele den menschlichen Körper wieder und geht zurück in die Einheit, reifer, weiser und mitfühlender, als sie es vorher war.“

(vgl.  Seiler 2007. www.spiriforum.net)

Brief an einen nichtexistenten Gott

Eigentlich glaube ich nicht an Gott. Trotzdem überkommt mich manchmal das Bedürfnis, in schweren Situationen zu Gott zu beten oder mich bei ihm zu beschweren.

Denn wenn man sagt, Gott schenkt Leben und er nimmt es wieder, wo ist die Gerechtigkeit?
Wem hat sich dieser Gott zu verantworten, dass er nach Belieben waltet?
Warum entscheidet er stets, die guten Menschen, die diese Erde so dringend braucht, so früh zu sich zu holen?

Worin liegt dann überhaupt der Sinn darin, dass die Menschheit jahrhundertelang um die Etablierung von Demokratien und einem fairen Rechtswesen gerungen hat und selbst heute noch in vielen Teilen der Welt unschuldiges Blut im Kampf für dieses Ziel vergossen wird?

Worin liegt der Sinn, um irdische Gerechtigkeit zu kämpfen, wenn wir doch in einem Universum leben, in der die höchste Gewalt, die höchste Macht der Rechtsprechung einem Wesen gehört, das sich keiner Instanz zu verantworten hat und alle Handlungsfreiheit der Welt ausnutzt?

Warum müht sich die Menschheit seit Jahrhunderten für eine aussichtlose Sache ab? Wir werden nie volle Gerechtigkeit erfahren können. Weil wir in einem Universum leben, das von einem Diktator geführt wird, einem freundlichen Diktator namens Gott.

Different point of view – Writing challenge

„Just two more passengers and I’ll call it a day“, the taxi driver thought, impatiently tapping his fingers against his driving wheel. Looking out of the window covered with raindrops he caught the eye of a homeless woman begging for money across the street and quickly looked away, avoiding the attention and hoping she wouldn’t come to beg in front of his taxi where he sat caught in the line. Above all, she would frighten other passengers, so they would take another taxi to avoid the panhandling. After a few seconds though he secretly side glanced towards the woman and noticed that she seemed not to have any intentions of coming towards him. With nothing else to do, he started observing her, intrigued by the stare she had given him before. Not a sad and helpless one but more a look of utter satisfaction… yet a strange isolation had spoken out of her almost black and almond shaped eyes. He started mustering her relief: a small stubby nose, frozen red of the cold autumn air, full cheeks which were a bit dirty but still slightly red. They were the cheeks of a child coming home from playing in the mud, exhausted yet happy. Her dark brown and curly hair showed a hint of red and a few already grey hair curled out of the old, but neat brown hat. He wondered how old she was. She had slight wrinkles around the eyes, so she must have laughed a lot, but on the other side her mouth looped down a bit, and there were bitter lines around her nose and mouth as well. She must have lived through tough times then, but it seemed that before whatever happened she must have had a happy life or at least she lived it in a good way. What had happened to her, he wondered, that she now has to live on the street and beg people for money? Had she been fired and couldn’t afford to pay her debts? Or was she a drug addict, losing the thread of her life until it lay shattered on the ground? She wasn’t drunk, so she still had a bid pride and hope left… She seemed to have a strong character and he wondered how long she could bare this life, to be invisible to the people passing by, carefully avoiding her gaze, pretending not to see her and giving her a wide berth. How long could she keep on like this, before she would start drinking… drinking to forget the pain, and the once happy, but now frustrating past, the bitter present and especially the frightening of the future, of a long poor life until a lonely, miserable death.

Her ugly navy-green raincoat covered her small body until the ankles and just so closed around her rounded belly. Apparently, she had enough to eat, so again, he concluded that she hasn’t been begging for money for a long time yet. Her black, dirty suitcase with her belongings stood under a trolley full of blankets, neatly folded together. The taxi driver stared at the women a bit longer and sighed, his brain starting to think, to struggle, trying to make a decision. Perhaps he could just quickly cross the lane, give the women a few coins, talk a few kindly words with her, just to know her story and hop back into the cab?

In that instance he started noticing a teenage skateboarder rolling directly towards the homeless woman in high speed… it almost looked like he wanted to knock her over? His breath paused and he started to open his window to warn the women, to scream „Attention!“… but in that instance a loud concert of horns started behind his back. He jerked and saw that he hadn’t pulled forwards to end of the taxi lane, where a line of passengers were waving, impatiently and annoyed. Quickly, he drove on, opened the door and took the address of a young business men. When he merged into traffic, he already had completely forgotten about the homeless woman. He only thought: „I am so happy when this days is over… I hope I get a good tip of that vain snot if I bring them to his meeting in time.“ Then he put his foot down on the gas pedal and drove away… „Just one more passenger and I’ll be at home.“

Lucas have had a good day in school. He didn’t get suspended from school because he had a faked certificate of his mother proving that he had been very seriously ill the past two weeks. In reality she was at work until late, while he was away with friends of his, all over 18 years old and professional skateboarders. Those had been the best two weeks of his life. He admired those boys, who were so cool and self-confident. They all had dropped out of school to live their dreams and they often told him they were having professional skateboard shows with lots of people watching. He himself hasn’t seen any shows yet but that was, they told him, because they were putting together new tricks. They seemed to enjoy sitting with him on the old ramp under the bridge near school, telling him all about their awesome tricks, the admiration of their fans and all those groupies they got… „I don’t care about Lena anymore“, Lucas thought, „it’s her fault she doesn’t like me, soon I can have all the girls I want!“ Excited he pushed his skateboard faster, feeling the cold wind on his face, feeling young and alive, with a glorious live ahead of him. He had a brilliant plan. Now that he was a member of the gang, he enjoyed their trust. They allowed him to steal booze and cigarettes for them, in return they let him try to take some coke. It was a great feeling to take coke, it made him feel light headed and strong, almost invincible and he felt really like an adult taking it.  And better then everything, he felt popular. Finally he had many friends, much cooler and older than the boys in school, which were always making fun of him. He could kick their buds if he asked his gang to do so. Lucas now had a plan. He would drop out of school secretly, but his mother couldn’t know.  So he had to fake some excuses for school….. his thoughts were interrupted by the sight of a homeless woman, who was directly staring at him. She was dirty and her clothes ugly, surely she was drinking and smelling like all homeless people.. yet he felt embarrassed. Now he had noticed her and she knew it. For a second he wondered, if she had dropped out of school as well and now had to stand here because she had no education. Then he quickly pushed this thought away, fished a few coins out of his trouser pockets, drove close by the woman without reducing his speed and without looking at her, threw a few coins in her bag. He needed the rest of the money for his new friends. He couldn’t go there without bringing alcohol or they would go mad and chase him away.

Eine Rose

2013-07-05 22.45.00

 

Welchen Sinn hat eine wilde Rose

Wenn sie dort auf der Wiese blüht

Stolz und edel

 

Doch nur aus der Ferne bewundert

Berauscht sich niemand an ihrem Duft

Und während die Veilchen und Gänseblümchen

Gepflückt werden um das Zuhause zu verschönern

 

Steht die Rose noch immer allein

Aufrecht und stolz

Einsam

 

Niemand traut sich sie zu pflücken

Da sie so schön in Freiheit wächst

Sie eingesperrt bald sterben

Und ihre Schönheit verwelken würde

 

Niemand traut sich sie zu berühren

Da sie Stacheln hat

Und stechen kann

Weil sie zu besitzen

Schmerzhaft wäre

 

Während man Veilchen einfach pflücken kann

Ist die Rose zu komplex

Zu widerspenstig

Zu anstrengend

Sie zu bekommen und zu halten

 

Die Rose mag stachlig sein

Doch eroberst du sie

Blüht sie nur für dich allein

Hörsturz

Still steht sie da

In ihren Ohren Rauschen

Dein Mund klappt auf und zu wie ein Fisch

Doch sie hört keinen Ton

 

Ein Gehörsturz

Reiner Selbstschutz

Denn du stürzt sie in den Abgrund

Deine Worte verletzen

Sie hetzen

 

Unbedacht fließen dir die Worte aus dem Mund

Auf deinen Lippen werden sie zu kleinen Pfeilen

Die ihr direkt ins Herz schießen

Und dort stecken bleiben

 

Dort steht sie und lächelt

Und nickt

Und lauscht dem Rauschen

Das sie hinwegträgt von dir

 

Ihr Herz aufgespießt von deinen Pfeilen

Sie wankt nur leicht

Sie steht da und lächelt dich an

Doch ihre Augen sind tot

Mexiko – ein Mafiastaat?

Hört man Mafia, denkt man oft an Italien, man denkt an Filme wie „Der Pate“: elegante Gangster, die zwar skrupellos, aber doch irgendwie sympathisch sind. Man weiss, dass es eine Mafia gibt, tief in Süditalien, Sizilien und doch wirken Geschichten über sie wie Science Fiction Erzählungen. In Wahrheit gibt es in fast jedem Kontinent eine Art Mafia, sei es Asien (Yakuza) oder den USA (Costa Nostra), die auch landesweit tätig ist. Nicht nur in Mexiko (La Eme), sondern auch in Deutschland leben und „arbeiten“ Mafia-Mitglieder, eine Tatsache, die wohl jeder Polizist bestätigen könnte. Der einzige Unterschied ist, dass die Mafia sich in den meisten Ländern eher bedeckt hält und sich auf Wirtschaftskriminalität und eher kleinere Delikte beschränkt. Die organisierte Kriminalität in Mexiko aber hat aber inzwischen an Brutalität und Dreistigkeit die italienische Mafia bei Weitem übertroffen, die politische Situation spitzt sich zu, das gesamte Land wird praktisch von der Mafia beherrscht. Jährlich sterben ca. 70.000 Menschen aufgrund der Gewalt der kriminellen Organisationen, der Staat kann seine Bürger nicht mehr schützen, oftmals ist er auch nicht wirklich daran interessiert, da ein Großteil des Systems bereits korrupt ist. Die Grundlage dieser mexikanischen Mafia beruht auf den Gewinnen des sehr rentablen Drogen- und Waffenhandels, den die Regierung bisher überwiegend versuchte mit militärischer Kraft zu unterbinden. Dies scheitert meist jedoch aus mehreren Gründen, z.B. weil die Mehrheit der Polizei und auch die Politiker selbst Teil dieser organisierten Kriminalität sind, die sie eigentlich bekämpfen sollten und der Konflikt die Brutalität der Mafia nur verschärfte.

Nun kam es in den letzten Monaten zu einer interessanten Entwicklung: in den besonders stark betroffenen Gegenden Mexikos gab es verstärkt Widerstände in der Bevölkerung gegen die eskalierenden Zustände durch den Terror der Mafia. Erst sorgten zwar die Kapitulationsmeldungen der mexikanischen Medien für internationales Aufsehen. So verkündeten im März dieses Jahres beispielsweise Journalisten der Tageszeitung Zócalo, den Kampf gegen die Mafia aufzugeben, also nicht mehr über sie zu berichten oder zu ihre Verbrechen aufzudecken. Der Grund für diesen extremen Schritt ist die Tatsache, dass in den vergangenen zwölf Jahren über 127 Journalisten getötet oder entführt wurden. Die Tageszeitung Diario de Juárez der mexikanischen Drogenhochburg Ciudad Juárez ging sogar so weit, bereits 2010 eine Mitteilung an die Mafia zu publizieren, die lautete: „Als Mitarbeiter eines Mediums der Information wollen wir, dass Sie uns erklären, was Sie von uns wollen und was wir Ihrer Meinung nach veröffentlichen sollen, damit wir wissen, wonach wir uns richten sollen“.  Die Vereinigung Reporter ohne Grenzen reagiert auf diesen Einschnitt der Meinungsfreiheit und Demokratie, indem sie Mexiko in der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 153 von 179 Nationen reiht, also hinter Länder wie Irak, Afghanistan und Libyen.

Doch parallel zu dieser Besorgnis erregenden Entwicklung zeigte sich, dass die mexikanischen Bürger nicht mehr auf ihre Politiker und die Exekutive vertrauen, denn es entsteht eine zunehmende Anzahl von Bürgerwehren, die nun selber zu den Waffen greift. Oftmals haben die Mitglieder dieser Gruppen bereits Familienangehörige durch die organisierte Kriminalität verloren, sie wurden getötet oder entführt. Doch nun scheint ein Zeitpunkt erreicht zu sein, an dem Wut die frühere Trauer und Angst ablöst, die Opfer und Familienangehörigen beginnen sich zu wehren gegen den täglichenTerror, da der Staat sie nicht mehr schützen kann. So richteten die Rebellen beispielsweise Straßenkontrollen ein, wo sie Ausweise auf Mafiosi kontrollierten und in Acapulco zwölf Polizisten verhafteten, die im Verdacht standen, Kontakt mit der Mafia zu haben.

Allerdings muss man darauf hinweisen, dass die Mordrate unter der Regierung des neuen mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto bereits gesunken ist, wie das Innenministerium kürzlich bekannt gab. Jedoch sind diese Aussagen mit Vorsicht zu genießen: zwar starben im März landesweit 4.249 Menschen im Drogenkrieg und ein Jahr zuvor waren es noch 5.127, also 17,1 Prozent weniger, aber allein an Tag dieser Pressemeldung kam es zu 14 Toten. Kritiker sagen, dass auch kurz nach dem Amtswechsel des letzten Präsidenten die Mordrate kurzzeitig abfiel, die Situation sich langfristig also nicht zwangsläufig bessern muss. Man kann gespannt sein, wie sich die Situation entwickelt und ob der Bevölkerung gelingen wird, zu erreichen woran der Staat bislang scheiterte: Ein Leben ohne tägliche Angst.

copyright: Julia Stürzl

Quellen zum Weiterlesen:

Aus Dämmerung und Licht

Eine neue Ausstellung ist in der Hypo Kunsthalle München zu sehen, „Aus Dämmerung und Licht“ zeigt Meisterwerke nordischer Malerei von 1860 – 1920, darunter Maler wie Munch, Andres Zorn oder Vilhelm Hammershoi. Die Bilder sind wirklich etwas Besonderes, die Themen der Maler sind meist einzelne Porträts, nordische Legenden, Abbildungen des ländlichen Alltags einfacher Menschen, die aber durchaus auch kritische Andeutungen auf Ausbeutung und Alkoholismus enthalten können.

 Die Bilder, vor allem die Landschaftsbilder wie „Seeblick“ von Akseli Gallen-Kallela oder „Torflandschaft“ von Ring, sind meist in Pastelltönen gehalten, doch durch den gekonnten Einsatz von Licht und Schatten scheinen sie von innen heraus zu leuchten und schlagen den Betrachter in ihren Bann. Es ist unglaublich, welche Ruhe sie ausstrahlen, welch goldenen Glanz, ein Friede der Natur in Einklang mit den Menschen. Selbst ein grauer Hinterhof voller Müll und Fetzen fängt durch das eingefangene Sonnenlicht seiner Fensterscheiben einen magischen Glanz ein und erzeugt eine ganz besondere Stimmung.

 Ein anderes Bild zeigt ein schwer erkranktes junges Mädchen, das im Bett sitzt, in der Hand eine verwelkte Rose, Zeichen ihres sich dem Ende neigenden Lebens. Ihre Augen, in dem zarten Gesicht einer vielleicht Zwölfjährigen, spiegeln den Ernst und die Reife, die traurige Weisheit wider, den nur die Krankheit und das Leid dem Verstand verleihen/umhängen können. Ein anderes entzückendes Bild namens „Liebesträume“ zeigt ein junges Mädchen im weißen Kleid im Grünen stehend, das von der Liebe träumt. Im Hintergrund hinter ihrem Rücken, sieht man berühmte und sich umarmende Liebespaare, wie Romeo und Julia oder Adam und Eva.

Oft wurden auch heimische Frühstückszenen abgebildet. „Beim Frühstück“ zeigt eine Dame im Morgenmantel, die uns den Rücken zuwendet, vertieft in ihre morgendliche Zeitungslektüre, völlig gelöst und entspannt. Der Frühstückstisch ist reich gedeckt und erstrahlt in leuchtender, haarscharfer Präzision. Fast meint man beim Betrachten die ruhige und herrlich entspannte Stimmung eines Sonntagmorgens fühlen zu können.

 Die Gesichter der abgebildeten Personen, die meist im Gegensatz zu den materiellen Gegenständen in den Bildern eine etwas unschärfere Pinselführung aufweisen, zeigen Emotionen, erzählen Geschichten ohne Worte und große Gesten. Ein einzelnes Gesicht beispielsweise, dass in einer abgedunkelten Stube sich von seinen Kameraden abwendet zum Fenster und nachdenklich den ersten Schnee betrachtet. An was er wohl denken mag? Oder an wen?

 Im späteren Symbolismus der niederländischen Kunstgeschichte z.B. bei den Bildern wie „Nacht“ und „Straße in Roros“ von Harald Sohlberg sind die Farben greller, die Kontraste kräftiger und die Linien schärfer. „Nacht“ zeigt die nächtliche Sicht von einem Friedhof auf ein kleines Dorf, als Betrachter steht man vor einem Grab mit frischen Blumen, doch das hellerleuchtete bunte Kirchenfenster und die Morgendämmerung der Sonne erinnern daran, dass das Leben weitergeht. In den „Straßen von Roros“ spiegelt sich dagegen der eisgraue Sturm in den Scheiben der krummen und knallroten Häuser wider. Das Bild „Einbruch der Dunkelheit“ von Nils Kreuger fängt die besondere Stimmung der Abenddämmerung ein, in der die Pferde friedlich grasend von der abendlichen Brise auf den Hügeln zerzaust werden und ihre Silhouette bereits langsam mit der Nacht verschwimmt. 

Copyright: Julia StürzlBildBildBild

The power of ignorance

Just imagine everytime you have the feeling the walls are closing in around you and the sky is darkening with thunder and lightening, you just decide to blend it all out. To just ignore it, to not pay any attention to negative and frightening thoughts. Because why would you? You can’t change those things anyway, in most cases.

Just image you could spend all this time wasted on worrying and annoying with putting energyin the things you love and you’re good at. You will blow up a balloon full of happiness, energy and creativity in your inside that, if you dedicate to nourish it, will one day be so huge that there will be no space at all for negative thoughts anymore. And as those thoughts are gone, the bad things in your life will dissolve itself into ashes. Because often by thinking too much, you only create a problem that wasn’t even there in the first place. And when you ignore it, you take away ist necessary base and it will fade away. While you let your balloon free into the sky and let him reach places you have never imagined to be possible.

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Zitat

Familie

„Warum ist die deine Familie denn so wichtig, fragst du. Die Antwort ist einfach. Deine Familie, das sind die einzigen Menschen, von denen du weißt, dass sie dich ein Leben lang bedingungslos lieben werden – genau so wie du bist. Deshalb sind sie das Wichtigste im Leben.“